FRISTEN 🇩🇪 Deutschland

Umsatzsteuervoranmeldung: Frist 2026 für Monats- und Quartalszahler

Bis zum 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums, mit Dauerfristverlängerung einen Monat später: die Fristen für die Umsatzsteuervoranmeldung 2026 und was bei Verspätung droht.

26. Juli 2026 · 4 Min. Lesezeit · vom LapseGuard-Team

Deine Umsatzsteuervoranmeldung muss bis zum 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums beim Finanzamt eingehen, elektronisch über ELSTER. Meldest du monatlich, ist das jeweils der 10. des Folgemonats, meldest du vierteljährlich, der 10. Tag nach Quartalsende. Fällt dieser Tag auf ein Wochenende oder einen Feiertag, verschiebt sich die Frist auf den nächsten Werktag. Mit einer Dauerfristverlängerung verschaffst du dir dauerhaft einen Monat mehr Zeit.

Die gesetzliche Frist: der 10. Tag des Folgemonats

Paragraf 18 Absatz 1 Umsatzsteuergesetz verlangt die Voranmeldung “bis zum zehnten Tag nach Ablauf jedes Voranmeldungszeitraums”. Ob dein Voranmeldungszeitraum der Kalendermonat oder das Kalendervierteljahr ist, richtet sich nach deiner Steuer im Vorjahr, mehr dazu in Ab wann nur noch jährliche Umsatzsteuer-Abgabe? Die Grenzen 2026. Fällt der 10. auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag, verschiebt Paragraf 108 Absatz 3 Abgabenordnung die Frist auf den nächsten Werktag, alle konkreten Termine für 2026 zeigt Umsatzsteuer-Voranmeldung: Alle Abgabetermine 2026 im Überblick.

Vierteljährliche Voranmeldung: Wann genau ist der Termin?

Meldest du vierteljährlich, ist die Frist jeweils der 10. April, 10. Juli, 10. Oktober und 10. Januar des Folgejahres, für das jeweils vorangegangene Kalendervierteljahr. 2026 fällt der Oktober-Termin auf einen Samstag und verschiebt sich deshalb auf den 12. Oktober 2026.

Dauerfristverlängerung: einen Monat mehr Zeit

Nach Paragraf 46 Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung verlängert das Finanzamt auf Antrag die Frist für Voranmeldung und Zahlung um einen Monat, es sei denn, der Steueranspruch erscheint gefährdet. Monatszahler brauchen dafür zusätzlich eine Sondervorauszahlung: Nach Paragraf 47 Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung beträgt sie ein Elftel der gesamten Vorauszahlungen des Vorjahres. Vierteljährliche Melder benötigen keine Sondervorauszahlung. Den Antrag musst du laut Paragraf 48 Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung spätestens zu dem Termin stellen, an dem die erste Voranmeldung fällig wäre, für die die Verlängerung gelten soll, bei Monatszahlern also bis zum 10. Februar 2026, bei Quartalszahlern bis zum 10. April 2026.

Was passiert, wenn du die Frist verpasst

Anders als bei der jährlichen Steuererklärung ist ein Verspätungszuschlag bei der Voranmeldung keine automatische Folge, sondern steht nach Paragraf 152 Absatz 1 Abgabenordnung im Ermessen des Finanzamts. Setzt es einen fest, orientiert er sich an denselben Eckwerten wie bei der Jahreserklärung: 0,25 Prozent der Steuer je angefangenem Verspätungsmonat, mindestens 25 Euro, höchstens 25.000 Euro. Zahlst du die angemeldete Steuer zu spät, kommt unabhängig davon nach Paragraf 240 Abgabenordnung ein Säumniszuschlag von 1 Prozent des rückständigen Betrags pro angefangenem Monat hinzu.

Was sich 2025 geändert hat

Die Grenze, ab der monatlich statt vierteljährlich gemeldet werden muss, stieg zum 1. Januar 2025 von 7.500 auf 9.000 Euro Vorjahressteuer. Wer 2024 wegen Überschreitens der alten 7.500-Euro-Grenze noch monatlich melden musste, kann seit 2025 bei einer Steuer zwischen 7.500 und 9.000 Euro auf vierteljährliche Meldung wechseln.

Frühere Termine im Vergleich

Quartal202420252026
1. Quartal10. April10. April10. April
2. Quartal10. Juli10. Juli10. Juli
3. Quartal10. Oktober10. Oktober12. Oktober (Samstag)
4. Quartal10. Januar 202512. Januar 2026 (Samstag)11. Januar 2027 (Sonntag)

Den vollständigen Kalender aller zwölf Monatstermine 2026 zeigt Umsatzsteuer-Voranmeldung: Alle Abgabetermine 2026 im Überblick.

Häufige Fragen

Bis wann muss ich die Umsatzsteuervoranmeldung abgeben? Bis zum 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums, bei monatlicher Abgabe also der 10. des Folgemonats, bei vierteljährlicher Abgabe der 10. Tag nach Quartalsende.

Wie bekomme ich einen Monat mehr Zeit? Mit einer Dauerfristverlängerung nach Paragraf 46 Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung, Monatszahler müssen dafür zusätzlich eine Sondervorauszahlung in Höhe eines Elftels der Vorjahressteuer leisten.

Was, wenn ich die Frist verpasst habe? Das Finanzamt kann nach eigenem Ermessen einen Verspätungszuschlag festsetzen, üblicherweise nach Paragraf 152 Absatz 1 Abgabenordnung mindestens 25 Euro je angefangenem Monat, bei verspäteter Zahlung kommt zusätzlich ein Säumniszuschlag von 1 Prozent pro Monat hinzu.

Nie wieder eine Voranmeldung verpassen

Trage deinen monatlichen oder vierteljährlichen Abgabetermin einmal in LapseGuard ein und bekomme rechtzeitig eine Erinnerung, jeden Monat oder jedes Quartal aufs Neue. Kostenlos, auf deinem Gerät, ohne Konto.

Auch lesenswert: Ab wann nur noch jährliche Umsatzsteuer-Abgabe? Die Grenzen 2026 und Umsatzsteuer-Voranmeldung: Alle Abgabetermine 2026 im Überblick

Quellen

Verpasse nie wieder eine Verlängerung.

LapseGuard erinnert dich 30, 7 und 1 Tag vorher. Die iPhone-App ist in der App-Store-Prüfung, Android ist der nächste Schritt. Hinterlasse deine E-Mail: eine einzige Nachricht am Tag des Launches, sonst nichts, nie.

Nur für die Launch-E-Mail. Wird nie weitergegeben.